Herzlich willkommen?

Liebe Gäste, Zweitwohnungsbesitzer, Tagesgäste und Freunde Schleswig-Holsteins. Herzlich willkommen? Ich glaube da wurde ein falsches Wort für etwas verwendet, wofür wir Deutsche gar kein so richtiges Wort haben. Natürlich seid ihr alle immer gern gesehen im freundlichsten Bundesland Deutschlands. (Nach einer aktuellen Studie) Das war so und wird auch so bleiben. Nur gerade haben wir nicht nur hier oben im Norden ein sehr großes Gesundheitsproblem. Und darum hat die Bundesregierung ein allgemeines Versammlungs- und Kontaktverbot ausgesprochen. Damit viele von uns nicht krank werden oder gar sterben. Damit wir, aber auch ihr gesund bleibt und unser Krankenhaussystem nicht überlastet wird. Darum fahren wir auch nicht zu euch, in eure schönen Konzert- und Opernhäuser. In eure schönen Städte, an den interessanten Hamburger Hafen. Jetzt geht es nicht um unsere Willkommens-Kultur, sondern um unsere aller Gesundheit. Bitte habt Verständnis dafür. Selbst wir – und wir wissen auch ihr – schotten uns gegenseitig ab. Wir besuchen nicht mehr unsere Nachbarn, wir gehen nicht mehr wie sonst in unsere Ausflugsziele. Wir beschränken uns genauso, wir ihr. Also lasst uns diese Zeit in freundlichen Gedanken an alle gemeinsam gut überstehen. Damit wir alle danach wieder zusammenkommen können um miteinander schöne Stunden zu feiern. Bleibt schön gesund und dann Herzlich willkommen bei uns. Ihr Uwe Muchow
Weiterlesen

Verliere nie die Zuversicht

Spross eines Wallnussbaumes. „Wenn ich wüsste, dass Morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“, soll Martin Luther einst gesagt habe. Und Martin Luther lebte bestimmt in unsicheren Zeiten, als wir heute. Wie auch immer – ein Trost bleibt uns: solange die Erde sich weiter dreht, wird die Welt nicht untergehen.  Zu mir sagte mal ein älterer Herr, als ich vor über 20 Jahren in einer verzweifelten Situation war: Uwe, verliere nie die Zuversicht. Das habe ich sehr ernst genommen und immer und immer wieder selbst zu mir gesagt:  Auch Morgen wird die Sonne wieder aufgehen – verliere nie die Zuversicht. Nun ist das so eine Sache mit der Zuversicht. Wir verstehen ja, was gemeint ist, doch so recht umsetzen fällt immer schwer. Und weil das so ist, müssen wir auch das lernen. In der Autobiographie aus der Feder Benjamin Franklins gibt dieser uns eine Möglichkeit, Zuversicht zu lernen: So beschreibt er sein Leben: „Während ich alle Sorgfalt aufbot, um mich vor dem einen Fehler zu hüten, ward ich häufig von einem anderen überrascht; die Gewohnheit gewann die Übermacht über die Achtsamkeit, und die Neigung war zuweilen stärker als die Vernunft.“  Über die theoretische Überzeugung hinaus, so meinte Franklin, müssen wir Vertrauen auf eine „stetige gleichförmige Rechtschaffenheit des Wandels haben“.   Benjamin Franklin schuf sich eine Methode, um den Wandel stetig gleichförmig mit Rechtschaffenheit zu meistern. Er schrieb die Tugenden (insgesamt 13), die ihm zu der Zeit „als notwendig oder wünschenswert einfielen“, auf und fügte jeder Tugend eine Vorschrift bei. So nannte er die Tugend „Mäßigkeit“ und schrieb sich vor: „Iss nicht bis zum Stumpfsinn, trink nicht bis zur Berauschung.“ Eine andere Tugend nannte er „Aufrichtigkeit“ und schrieb sich dafür vor: „Bediene dich keiner schädlichen Täuschung; denke unschuldig und gerecht, und wenn du sprichst, so sprich darnach“. Als eine weitere Tugend wähle ich die „Entschlossenheit“ mit der Vorschrift: „Nimm dir vor durchzuführen, was du musst; vollführe unfehlbar, was du dir vornimmst“.   Benjamin Franklin richtete seine Aufmerksamkeit nicht auf alle Tugenden zugleich, sondern vermied die Zersplitterung seiner Aufmerksamkeit dadurch, dass er erst nach Aneignung der einen sich der nächsten Tugend zuwandte.  Er unterwarf sich also freiwillig einer Einübungs-Ethik.  Nun sollten wir uns nur noch fragen: Welches kann unser erster Schritt sein?  Und dann beginnen, den ersten Schritt zu üben. Ich wünsche Ihnen Zuversicht und Geduld Ihr Uwe Muchow Ich danke Theo B. für die guten Gedanken, die er mir gab.
Weiterlesen

Und bleibt schön Gesund

Und bleibt schön gesund … … das ist der Gruß, der in diesen Zeiten „schöne Grüße“ zumeist abgelöst hat.  Ja, die Gesundheit wird wieder als höchstes Gut angesehen. Was eigentlich immer schon wichtig war, rückt nun noch mehr in das Bewusstsein der Mitmenschen. Darum sind auch alle Empfehlungen in dieser Hinsicht jetzt besonders zu berücksichtigen. Auch ich wünsche Ihnen zuerst: bleiben Sie gesund. Doch neben der Gesundheit erscheint mir ein zweiter Gruß wichtig: Versuchen Sie entspannt zu bleiben.  Immer wieder hört man von Stress-Situationen in den Familien an Weihnachten. Das tagelange direkte Zusammenleben in der engen Wohnung führt offenbar zu ungekannten Reaktionen in der eigenen Umgebung und die enden oftmals im Streit. Auch die kommenden Wochen in dieser Corona-Krise bergen die Gefahr von Stress in der Familie. Doch wie kann man dem entgegenwirken? Mit fällt dazu ein Gedanke ein: Man sollte dem Gegenüber auf gleicher Augenhöhe begegnen. Egal, wie alt oder jung derjenige ist. Akzeptieren Sie, dass jeder Mensch seine ganz eigene Art hat, auf Krisensituationen zu reagieren. Während der eine in Gelassenheit, vielleicht sogar in Apathie verfällt, neigt der andere zum Aktionismus. Der eine will jetzt alles für den Notfall vorbereiten, der andere sieht die Lage ganz anders. Und beide Reaktionen haben in gewisser Hinsicht ihre Berechtigung. Obwohl ich selbst glaube, dass der Mittelweg der bessere ist.  Akzeptieren Sie, dass jeder Mensch eine gleichwertige Persönlichkeit mit eigenen Erfahrungen und Gewohnheiten ist. Da hilft es sehr, sich die Meinung des anderen in Ruhe und entspannt anzuhören. Ein ruhiges Gespräch, der Gedankenaustausch allein, sorgt schon oft dafür, den richtigen, gemeinsamen Weg für alle zu finden. Und die Unterhaltung führt automatisch zur Entspannung einer Stress-Situation. Denn der Gegenüber fühlt sich dadurch verstanden. Und wenn es ganz hart kommt: Lassen sie vor dem Gespräch mit dem anderen Zeit vergehen – mindestens 7 Minuten. Denn Wissenschaftler haben herausgefunden, dass das Gehirn diese Zeit braucht, um seine Stresshormone wieder abzubauen. Eltern erleben das immer wieder mit ihren Kleinkindern. Ein gerade noch wütendes Kind, dass offensichtlich nicht zu bändigen war, das sich „in seine Ecke“ verzieht, kommt 10 Minuten später reumütig und mit dem Wunsch nach Elternliebe zurück. Wir sollten dieses Wissen nutzen. Das zu berücksichtigen ist leichter gesagt als getan. Das weiß auch ich. Aber ständiges, behutsames Lernen hilft dauerhaft. Auch das weiß ich aus eigener Erfahrung. Bleibt mir noch, Ihnen zu wünschen: Bleiben Sie gesund und begegnen Sie Ihren Mitmenschen stets auf Augenhöhe. Ihr  Uwe Muchow
Weiterlesen

Ich trommel wieder

Weil bei uns in Beusloe die Übertragungsraten vom Internet noch gesucht werden haben wir uns kurzfristig entschlossen, wieder auf die alten bewährten Kommunikationskanäle zurückzugreifen(seit September 2019 haben wir zwar die Leerrohre und Hausanschlüsse – aber  die Kabel fehlen immer noch)
Weiterlesen

Aller Anfang ist schwer

Diese Corona-Krise wird uns alle noch eine lange Zeit in Atem halten. Ganz besonders wird unsere Geduld und Toleranz auf eine starke Probe gestellt. Somit wird sehr wahrscheinlich nicht der Anfang das schwere sein, sondern die nächsten Wochen werden immer schwerer werden. Und bei aller Ernsthaftigkeit, sollten wir das Lachen aber nicht verlernen. Dazu fällt mir eine Geschichte ein, die sich vor rund 100 Jahren auf Fehmarn ereignet haben soll. In Petersdorf gab es eine dreiklassige Schule, in der Kantor Kardell die Kinder in Deutsch, Erdkunde und Geschichte unterrichtete. Lehrer Möller war zuständig für Turnen und Werken und Fräulein … sowieso … für Englisch. Nun wurde Fräulein … sowieso … krank und musste durch Kantor Kardell und Lehrer Möller ersetzt werden. Kantor Kardell übernahm Englisch und Lehrer Möller musste die Oberstufe mit den Konfirmanden in Deutsch unterrichten. Ihm kam die Idee, die Kinder nach Sinnsprüchen zu befragen. Sinnsprüche kennen ja alle. Und so trugen die Kinder vor. Morgenstund hat Gold im Mund. Müßiggang ist aller Laster Anfang. Ohne Fleiß kein Preis. Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gestellt. Alter schützt vor Torheit nicht. Die Alten zum Rat, die Jungen zur Tat. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr. Sich regen bringt Segen. Und so weiter und so fort. Nun wussten die Kinder wohl keinen Sinnspruch mehr.  Als letztes hatte ein Kind gesagt: Aller Anfang ist schwer. Aber hinten, wo die Konfirmanden und die großen Flötze saßen, da sagte Fritz „aber bloß nicht beim Steine sammeln“. „Was ist da los“ fragt Lehrer Möller. Da steht Fritz auf und sagt, ich sagte zu dem Spruch „Aller Anfang ist schwer“: „Aber bloß nicht beim Steine sammeln, das wird ja immer schwerer. Daraufhin Lehrer Möller: Deine Randbemerkung behalte man lieber für Dich, nenne lieber noch ein paar Sinnsprüche, davon weißt Du natürlich keine mehr, nicht wahr.  Fritz: „Doch noch eine ganze Menge.“ Und er steht auf und sagt: „Ein Laie kann mehr fragen, als 10 Waise beantworten können.“ Der Lehrer stutzt und sagt: „Soll das etwa auf mich gemünzt sein? Sag sofort einen anderen Sinnspruch.“ Fritz steht wieder auf und sagt: „Wem der Schuh passt, der zieht ihn sich an.“ Der Schulmeister ist einfach platt und dann klingelt es zur Pause. Und Lehrer Möller sagt noch zu Fritz: „Wenn ich aus der Pause komme, stehst Du sofort auf und sagst einen anderen Sinnspruch.“ In der Pause trifft Lehrer Möller den Kantor Kardell und erzählt ihm von dem Vorfall. Dieser sagt: „Ich bin gespannt, mit welchem Spruch er jetzt kommt, ich gehe mal mit in die Klasse hinein.“ Die Pause ist zu Ende und beide Lehrer kommen in die Klasse und da springt Fritz auf und sagt: „Ein Unglück kommt selten allein.“ Lehrer Möller hat sich über diesen Spruch so aufgeregt, dass er auf Fritz zugeht und ihm links und rechts eine knallt und ihn auffordert, sofort einen anderen Spruch zu nennen. Fritz, obwohl er noch weint, sagt: „Gewalt geht vor Recht.“ Da fängt Kantor Kardell an zu grienen und geht auf den Lehrer zu und sagt, Herr Kollege, regen Sie sich …
Weiterlesen